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Zehn Betriebe, ausgewählt nach einem fremden Kriterium — nicht nach unserem Geschmack.
Wir bewerten keine Weine. Das können wir nicht belegen, und alles, was wir auf dieser Website behaupten, soll belegbar sein. Eine Rangliste nach Geschmack wäre genau das Gegenteil.
Deshalb stammt das Kriterium von außen. Aufgenommen ist, wer beides erfüllt:
Die Reihenfolge ist das Gründungsjahr, keine Rangfolge. Wo ein Weinführer geurteilt hat, steht das dabei — als dessen Urteil, gekennzeichnet, nicht als unseres.
Wo eine Quelle kein Gründungsjahr nennt, steht das so da. Geraten wird hier nichts.
Wachenheim an der Weinstraße · 87 Hektar
Seit 2005 ist die gesamte Fläche biodynamisch bewirtschaftet; als erstes ausländisches Weingut wurde es in den französischen Verband Biodyvin aufgenommen. Teile der Böden werden mit Pferden bearbeitet.
Deidesheim · 50 Hektar
85 % Riesling. VDP-Gründungsmitglied seit 1910. Im Keller liegen Jahrgänge bis zurück zum Kometenjahr 1811; das spätbarocke Anwesen von 1783 steht unter Denkmalschutz.
Haardt, Neustadt an der Weinstraße · 25 Hektar
Seit 1744 in Familienbesitz, heute in neunter Generation. 130.000 bis 160.000 Flaschen im Jahr. Die Gebäude stammen im Kern von 1600 und stehen unter Denkmalschutz.
Gimmeldingen, Neustadt an der Weinstraße · 19 Hektar
70 % Riesling, seit 2004 ökologisch und biodynamisch. Steffen Christmann führt den Betrieb in siebter Generation — und ist seit 2007 Präsident des VDP.
Fünf Sterne bei Wein-Plus und Eichelmann, fünf Trauben im Gault-Millau
Deidesheim · 56 Hektar
87 % Riesling, VDP-Gründungsmitglied seit 1910, seit 2009 biozertifiziert. Seine Weine wurden 1869 zur Eröffnung des Suezkanals ausgeschenkt; das Etikett entwarf 1887 Franz von Stuck.
Deidesheim · 80 Hektar
85 % Riesling. Gegründet als Deinhard, 1907 in von Winning umbenannt, nach 1918 wieder Dr. Deinhard — und seit 2009 erneut von Winning. Wenige Weingüter haben ihren Namen so oft gewechselt.
Bad Dürkheim
In neunter Generation geführt, seit 2007 von Johann Fitz — einem Nachfahren des Politikers und Weingutsbesitzers Johannes Fitz (1796–1868).
Laumersheim · 80 Hektar
Der Rotweinbetrieb der Liste: 28 % Spätburgunder, dazu Merlot und Chardonnay, alle Rotweine im Barrique. Rund 400.000 Flaschen im Jahr, VDP seit 1993.
Gault-Millau: fünf von fünf Trauben, „bestes Weingut“ der Pfalz
Siebeldingen
Der Betrieb aus der Südpfalz, benannt nach Eduard Rebholz (1889–1966). Bekannteste Lage ist der Birkweiler Kastanienbusch.
Gault-Millau: „bestes Weingut“ der Pfalz, gemeinsam mit Knipser
Schweigen-Rechtenbach
Der jüngste Betrieb der Liste und der südlichste: Ein Teil der Lagen liegt jenseits der Grenze im Elsass. Deutscher Wein von französischem Boden.
Der Gault-Millau-Weinführer nennt Ökonomierat Rebholz und Knipser als beste Weingüter der Pfalz, beide mit fünf von fünf Trauben. Das ist dessen Urteil, nicht unseres.
Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Hervorgegangen aus dem 1908 gegründeten Verein der Naturwein-Versteigerer der Rheinpfalz. Mitglieder verpflichten sich zu reduzierten Erträgen und eigenen Qualitätsregeln und werden kontrolliert. In der Pfalz sind 26 Betriebe Mitglied.
Von den hier aufgeführten ist Dr. Bürklin-Wolf in Wachenheim mit 1597 das älteste.
Unter den zehn ist Knipser der ausgesprochene Rotweinbetrieb: 28 Prozent Spätburgunder, dazu Merlot, alle Rotweine im Barrique. Der Gault-Millau hebt genau das hervor.
Fast alle an der Deutschen Weinstraße, die meisten zwischen Bad Dürkheim und Neustadt. Eine Übersicht gibt die Karte der Weinorte.
Ein Label aus der Pfalz
Aus diesen Kellern kommt der Wein, der später im Dubbeglas landet — wobei die Herrschaften das vermutlich anders sehen. Mehr auf der Startseite, alle Begriffe im Glossar.
Stand: September 2026. Hektarzahlen und Besitzverhältnisse ändern sich — im Zweifel beim Betrieb nachfragen.