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Glossar

32 Begriffe aus Pfalz, Weinkultur und Mundart — jeder kurz erklärt, jeder verlinkt.

Strichzeichnung: aufgeschlagenes Buch mit goldenem Lesebändchen

Alle Begriffe von A bis Z

Mundartwörter sind als solche ausgezeichnet. Jeder Eintrag führt auf die Seite, die den Begriff ausführlich erklärt — samt Belegen.

D

Dampfnudel
Hefekloß, süß oder herzhaft gegessen.
Dubbe
Vertiefung, Noppe. Gibt dem Dubbeglas seinen Namen.
Dubbeglas
Das Pfälzer Schorleglas: ein halber Liter, überzogen mit Mulden, die den Fingern Halt geben.

E

Ei jo
Aber ja, selbstverständlich. Auch als „Ah jo“.
Erlebnistag Deutsche Weinstraße
Autofreier Sonntag auf der Weinstraße, 1985 bis 2019. Findet seither nicht mehr statt.

F

Fleischknepp
Fleischklößchen.

G

Grumbeere
Kartoffeln.
Gude
Hallo, grüß dich. Die universelle Begrüßung, unabhängig von der Tageszeit.

H

Haiselscher
Die Weinausschank-Häuschen beim Deutschen Weinlesefest in Neustadt.
Hauptsach gudd gess
Hauptsache, gut gegessen. Gilt als inoffizielles Lebensmotto der Pfalz.

K

Kalmit
Mit 673,64 Metern der höchste Berg des Pfälzerwaldes.
Kanzlersteak
Spitzname des Saumagens, entstanden, als Helmut Kohl damit Staatsgäste bewirtete.
Kerwe
Die pfälzische Kirchweih — das Dorffest zum Jahrestag der Kirchweihe.
Kerweborscht
Die jungen Männer des Ortes, die die Kerwe ausrichten.
Kerweredd
Die Eröffnungsrede der Kerwe, in Reimform und im Dialekt, auf Kosten des Dorfes.
Kerweschlumpel
Strohpuppe in Frauenkleidern. Ihr Einzug eröffnet die Kerwe, am Ende wird sie verbrannt.
Keschde
Esskastanien, Maronen.
Kirmes-Äquator
Die Sprachgrenze, an der die Bezeichnungen für das Kirchweihfest kippen — Kerwe hier, Kirmes dort.
Kurpfalz
Historisches Kurfürstentum mit Schwerpunkt um Heidelberg und Mannheim. Nicht deckungsgleich mit der heutigen Pfalz.

M

Mandelblüte
Hauptblüte meist zwischen dem 20. März und dem 10. April, zwei bis drei Wochen lang.

P

Pfälzerwald
Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, seit 1992 UNESCO-Biosphärenreservat.
Pfälzisch
Rheinfränkische Mundart des Westmitteldeutschen mit eigenem Sprachcode pfl.

R

Riwwelkuche
Streuselkuchen.

S

Saumagen
Füllung aus Schweinefleisch und Kartoffeln, gegart in einem Schweinemagen. Die Hülle wird mitgegessen.
Schobbe
Ein halber Liter Wein oder Schorle.
Schorle
Wein oder Saft mit Sprudel. In der Pfalz ist damit immer die Weinschorle gemeint.
Schubkärchler
Die 36 historischen überdachten Weinstände auf dem Dürkheimer Wurstmarkt.
Straußbuwe
Die Kerweburschen in der Pfalz und im Saarland, benannt nach dem geschmückten Festbaum.
Straußwirtschaft
Der eigene Ausschank eines Winzers: höchstens vier Monate im Jahr, nur Eigenerzeugnisse, einfache Speisen.

W

Weck, Worscht un Woi
Brötchen, kalte Fleischwurst und Wein. Die bekannteste Formel der Region.
Woi
Wein. In der Südpfalz „Wai“.
Wurstmarkt
Der Dürkheimer Wurstmarkt, seit 1966 offiziell das größte Weinfest der Welt.

Kurz gefragt

Welche Wörter sollte man in der Pfalz kennen?

Vier reichen für den Anfang: Gude zur Begrüßung, Schobbe für den halben Liter, Dubbeglas für das Glas und Ei jo als Zustimmung.

Ist Pfälzisch eine eigene Sprache?

Sprachwissenschaftlich eine rheinfränkische Mundart. Einen eigenen Sprachcode hat sie trotzdem: pfl nach ISO 639-3. Mehr unter Deutsch ↔ Pfälzisch.

Gibt es eine richtige Schreibweise für Mundartwörter?

Nein. Es existiert keine amtliche Orthografie; die Schreibung folgt der örtlichen Aussprache. Wir geben jeweils die verbreitetste Form an.

Schorlewetter

Ein Label aus der Pfalz

Dieses Glossar ist das Register zu allem, was wir sonst ausführlich erklären. Einstieg über die Startseite, Überblick auf der Seite zur Pfalz, Termine unter Weinfeste.

Stand: September 2026. Die Belege stehen jeweils auf der verlinkten Seite.